Ein gut geordnetes Feuerlöschwesen, wie es heute in jeder Gemeinde anzutreffen ist, gab es im alten Lägerdorf noch nicht. Jeder Bauer war angehalten, einen ledernen Wassereimer, Noteimer genannt, bereit zu halten. Auch musste ein Feuerhaken und eine Leiter vorhanden sein. Andere Löschgeräte kannte man nicht. Als Feuerhorn diente ein altes Kuhhorn. Bei Feuer lief dann ein Melder durchs Dorf und alarmierte.
Die Dorfgemeinschaft hielt bei Bränden immer zusammen und bildeten Ketten zum Transport der Wassereimer. Schon vor Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Lägerdorf gab es einen Löschverband zwischen Lägerdorf und Rethwisch um sich bei Bränden gegenseitig zu helfen. Beide Gemeinden beschafften sich zusammen eine Spritze. Es wurde ein gemeinsames Spritzenhaus errichtet. Dieses konnte von beiden Gemeinden gleichschnell erreicht werden.
Im April 1889 wurde dann von der preußischen Regierung veranlasst, dass jede größere Gemeinde eine Feuerwehr haben müsse, mit Spritze und Leitern. Vier Mann sollen mit Gurt, Steigleine und Helm ausgerüstet sein...
Daraufhin rief der damalige Gemeindevorsteher eine Gemeindeversammlung zusammen und war der Meinung gleich eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Zunächst wurde der Antrag abgelehnt. Nach weiteren Sítzungen wurde am 20. Juni 1889 die Freiwillige Feuerwehr Lägerdorf gegründet. Als Günder ist der Gemeindevorsteher Jacob Thams anzusehen.. Es wurde eine neue Spritze angeschafft, sowie Uniformen für 44 Mann und Ausrüstung. Die bisherige gemeinsame Spritze ging nach Rethwisch.
Ein neues Spritzenhaus wurde gebaut. Die Wehr übte auf dem Schulhof und auf dem Sportplatz. Jährlich wurde eine Hauptübung zusammen mit der Alsen´schen Wehr durchgeführt.
Im September 1890 wurde Gastwirt Hermann Alpen zum neuen Feuerwehrhauptmann. Nach seinem Ausscheiden wurde es Wilhelm Dittmann im April 1894.
1898 wurde eine große Spritze angeschafft, die 500 l in der Minute schaffte.
1901 wurden zwei Fernmeldestationen mit Nebelhorn angeschafft.
In den Anfangsjahren der Freiwilligen Feuerwehr Lägerdorf mussten Spritze, Schlauch und Gerätewagen noch mit Hand zur Einsatzstelle geschoben werden. Es wurden Fuhrgespanne mit Pferden angeschafft. Feuerwehrleute kamen mit den Pferden zum Sprizenhaus.. Wer als erster mit seinen Pferden am Spritenhaus war, erhielt eine Prämie von 10 Mark.
1925 entstand in Lägerdorf eine Jugendwehr.
Im Jahre 1935 wurde das Spritzenhaus an das alte Schulhaus in der Schulstraße verlegt. Immer mehr leistunsfähigere Geräte wurden angeschafft. So kam die erste TS 8 und ein Mannschaftswagen und ein massiver Schlauchturm wurde gebaut.
Mit beginn des 2. Weltkrieges wurde die Feuerwehr der Polizei angegliedert als sog. „Feuerlöschpolizei“. Bei allen Einflügen wurde die Wehr alarmiert. Es mussten auch Phosphorbomben gelöscht werden.
Nachdem Wilhelm Gaetje sen. das Amt des Wehrführers von 1919 bis 1936 innehatte, stellte er seinen Posten zur Verfügung, da er keine Zeit hatte die Feuerwehrschule zu besuchen, wie es jetzt verlangt wurde. Der Brandmeister Friedrich Huhn wurde nach dem Bestehen der Prüfung in der Feuerwehrschule zum Oberbandmeister und schließlich 1937 zum Wehrführer ernannt. Doch auch er wurde Soldat. Herr Tiedemann, sein Vertreter, trat an seine Stelle. Nachdem er versetzt wurde übernahm Hermann Okken das offene Amt. 1947 schied auch er aus Altersgründen aus, ihm folgte bis zum 7. März 1954 August Christiansen.
Danach wurde Kurt Rother neuer Feuerwehrhauptmann. 1972 löste ihn Friedrich Sülau ab.
1959 wurde ein Magirius LF 16 angeschafft, dieses heute immer noch im Dienst ist.
Am 25. Mai 1975 bezog die Feuerwehr den Neubau des Feuerwehrhauses in der Dorfstraße. Es wurden 500.000 DM aufgebracht um die neue Wache zu realisieren. Es wurden 4.375 Arbeitsstunden geleistet um die Wache zu errichten.
Der Fahrzeugpark wurde ständig erneuert und jeweils auf den neusten Stand der Technik gebracht.
Es wurde ein TLF 8/18 angeschafft, sowie ein Stromaggregat zur Notstromversorung des Altersheimes, Schule oder Klärwerk.
Seit 1982 gehört auch ein Autobahnabschnitt der A23 zum Einsatzgebiet. Es wurden für die technische Hilfeleistung Schere, Spreizer und Hebekissen angeschafft.
1990 löste Heinrich Mieling Friedrich Sülau mit dem Posten des Wehrführers ab. Im Jahre 2003 sind mehere Kameraden mit dem Rüstwagen (RW1) bei der "Ersten Kreisfeuerwehrbereitschaft" und 2 Kameraden im Löschzug Gefahrgut des Kreises Steinburg engagiert. Im Zeitalter der Daten und des Internets, haben sich Jan Lähn und Markus Richter dazu entschlossen die FF Lägerdorf ins Internet zu bringen. Somit ging am 17.01.2003 die Seite www.feuerwehr-laegerdorf.de ins Word Wide Web. Sven Lähn wurde zum stellv. Wehrführer gewählt, Zugführer ist Stefan Springer und Ingo Lüthke, Frank Lobitz und Roger Böge sind Gruppenführer. Frank Lobitz ist ebenso der Sicherheitsbeauftragte der FF Lägerdorf. Wolf Dieter Daniel ist der Gerätewart und Udo Scharf der Funkbeauftragte, Jan Lähn Atemschutzgerätewart und Schriftführer.Seit dem 1. April 2003 ist die Feuerwehr Lägerdorf keine Amtsfreie Feuerwehr mehr, im Zuge der Einamtung der Gemeinde in das Amt Breitenburg gehört nun die Lägerdorfer Feuerwehr zum Amt Breitenburg . Von nun an werden Gemeinschaftübungen mit allen Feuerwehreren aus dem Amt mind. einmal jährlich gefahren. Am 13. Juni 2003 gab es in Lägerdorf einen Großbrand. In der Breitenburger Straße brannte ein Reetdachhaus bis auf die Grundmauern nieder. Es wurden die Feuerwehren Münsterdorf und Rethwisch nachalarmiert um die nachbarlichen Gebäude zu schützen und den Brandherd zu löschen. Ende 2004 sind 3 Kameraden in der ABC-Erkundungsgruppe des LZ-G des Kreises Steinburg. Der größte Einsatz im Jahre 04 war der Dachstuhlbrand in der Wilhelmstraße. Die Jugendfeuerwehr machte den ersten Platz bei den Geschicklichkeitsspielen bei dem Amtsfeuerwehrfest in Westermoor.
Der größte Einsatz im Jahre 2005 war der Reetdachhausbrand in der Norderstraße. Im Jahre 2006 sind 67 aktive Kameradinnen und Kameraden in der FF-Lägerdorf, aus beruflichen Gründen tritt Sven Lähn vom Posten des stellv. Wehrführers zurück, Gerd Krauskopf wird am 18.03.06 zum neuen stellv. Wehrführer gewählt. Im Jahre 2007 wurde die FF-Lägerdorf zu insgesamt 28 Einsätzen alarmiert. 2008 wurde Jan Lähn zum Nachfolger als Wehrführer für Heinrich Mieling gewählt. Markus Richter ist Schriftführer und Holger Brügge Jugendwart. Die Alarmierung wurde von der analogen- auf Digitaltechnik umgerüstet und auf diesem Wege neue Meldeempfänger angeschafft.
Im Jahre 2009 wurde die mittlerweile über 50 Jahre alte LF16 gegen ein hochmodernes LF20/16 ausgetauscht. Zudem wurde auch ein neuer Satz hydraulische Rettungsgeräte angeschafft um den neusten Anforderungen gewachsen zu sein, sowie neue Einsatzhelme.
Aus beruflichen- und privaten Gründen trat Jan Lähn zur Jahreshauptversammlung 2010 als Wehrführer zurück, Stefan Springer wurde zu seinem Nachfolger gewählt.

   
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